5 – Jupiter

von | 8.11.2525 | Planetenkunde

Kurzbeschreibung


Jupiter ist tot – zumindest für Träumer, Forscher oder Händler.
Der gewaltige Gasgigant mit seiner zerstörerischen Gravitation, seinen brodelnden Stürmen und
seinem undurchdringlichen Inneren hat nichts zu bieten, was man nicht einfacher, billiger und mit
deutlich geringerer Todesgefahr auf einem anderen Planeten bekommen könnte.
Doch über dieser tosenden Hölle kreist Bloodheaven – eine schwer gepanzerte Raumstation, die
wie ein rostiger Dorn im Orbit hängt. Hierher kommt niemand zufällig. Wer in den Docks von
Bloodheaven landet, hat entweder Blut an den Händen, eine Rechnung offen – oder beides.


Umwelt


Jupiter selbst ist nichts weiter als ein tobender Ball aus Gas, Druck und Zorn.


Seine Schwerkraft zieht er dich nach unten – schneller, als du „letzter Fehler“ sagen kannst. Der Planet ist eine
Todeszone aus flüchtigem Wasserstoff, Ammoniak und Methan – weder bewohnbar, noch
wirtschaftlich lohnend. Sonden verschwinden dort schneller als Verschwörungstheorien in einem
Aether-Sturm.


Die wahre Geschichte des Jupiters spielt nicht auf ihm, sondern über ihm – in exakt
berechneter Entfernung, wo die Gravitation bei gnadenlosen 1,5 g gehalten wird. Nicht aus Zufall,
sondern aus Prinzip. Aus Überzeugung.


Besiedlung

Bloodheaven: Das Herz aus Stahl
Bloodheaven ist keine Kolonie. Keine Stadt. Keine Heimat.
Sie ist ein Zahnrad im Getriebe der Gewalt. Eine Söldnerfabrik mit eigener Philosophie: „Wer hier
überlebt, wird überall zum Alptraum.“
Die Station wurde von einem Rat ehemaliger Generäle, Gladiatoren, Piraten und verbannten
Offizieren gegründet – heute nennt man sie den „Söldnerbund von Bloodheaven“, und sie agieren
wie ein Konzern: effizient, skrupellos, international. Ihre „Produktlinie“:

Hochspezialisierte Kampfcrews

Unabhängige Schocktruppen

Belagerungsspezialisten

Orbitale Infanteriekommandos

Schweres Kriegsgerät


Die Söldnerstation besteht aus fünf Ebenen:

  1. Die Werftklammern – gigantische Docks für Schwer- und Schlachtschiffe, mit integrierten
    Fertigungsanlagen für Modulanbauten, Feldkanonen und magnetgepanzerte Außenhüllen.
  2. Kernmodul Alpha – Kommando, Einsatzzentrale, Taktik-Simulatoren, Flottenarchiv. Nur
    wer registriert ist, kommt rein – oder tot wieder raus.
  3. Ring Omega – Trainingshallen, 1,5 g-Druckkammern, Arena-Einheiten, Waffentestgelände.
    Wer hier nicht atmen kann, fällt eh durch.
  4. Die Zone – Bars, Söldnerbörsen, Auftragskioske, Bodyshops. Blutige Verträge und noch
    blutigere Spiele.
  5. Hangar Delta – die stillgelegte „dunkle Seite“ der Station. Gerüchte über
    Schwarzmarktkliniken, Replikantenschmieden und organischen Waffen werden von
    niemandem bestätigt – und auch nicht dementiert.

Besonderheiten


„Wer in Bloodheaven geboren wird, lernt zuerst zu laufen – dann zu zielen.“
Spruch auf dem Willkommensschild der Station (mit Einschussloch)
Bloodheaven ist mehr als eine Station – sie ist eine Ideologie auf Eisen und Dampf gebaut.
Wer Mitglied werden will, muss den sogenannten “Schwergang” durchlaufen: 60 Tage auf 1,5 g,
unter Dauerstress, Kampf- und Überlebenstraining, ohne MagoMechanik, ohne Medkits. Nur wer
aufrecht rauskommt, bekommt einen Codename, ein Zeichen – und Zugang zur Börse.
Der Söldnerbund bietet Kampftruppen für fast jeden Krieg im Sonnensystem – ob offiziell oder
nicht. Viele Konvois, Forschungsstationen und Adelszüge lassen sich hier eskortieren – für einen
hohen Preis. Besonders gefragt ist die „Rote Division“, eine Spezialeinheit, die für ihre
Minenschiff-Enthauptungsmanöver berüchtigt ist. Sie kommt ohne Vorwarnung, verlässt nie einen
lebenden Zeugen – und verlangt nur Bezahlung in Roh-Aetherit.


Militärausrüstung des Äußeren Bundes wird fast ausschließlich hier entwickelt, getestet und
ausgeliefert. Die Konstruktionen sind schwer, funktional, kantig – nichts für Ästheten, alles für
Überlebende.
Die äußeren Welten – insbesondere Neptun, Saturn, Uranus und die freien Ringe – versorgen
sich regelmäßig hier mit neuer Flottenausrüstung, schweren Dampf-Fregatten, Reaktorschildern
und orbitalen Verteidigungssystemen. Wer keine Bloodheaven-Zertifizierung in seinem Arsenal hat,
wird bei den großen Schlachten schnell als „Kanonenfutter“ erkannt.


Und nicht nur Söldner landen hier:
Wer kein Krieger ist, ist meistens jemand mit einer verdammt dicken Geldbörse.
Ob Flottenkommandant, Waffenhändler, oder Diplomatin im Schattenauftrag – wer sich hier
umschaut, ist bereit, sehr viel zu bezahlen. Und Bloodheaven weiß ganz genau, wie man aus Geld
Stahl macht.


In den Bars – meist ausgediente Cockpitteile mit neuer Theke – trifft man auf halbe Legenden (das
ist manchmal wörtlich gemeint), pensionierte Offiziere, lebende Rekrutierer, Killer mit kalten
Augen und Ex-Paladinen mit gebrochenem Minnebund.
„In Bloodheaven wirst du nicht gefragt, wie du heißt. Nur, wie viel du aushältst, bevor
du zurückschlägst.“

(Nicht so ) Langtext

Jupiter ist tot – zumindest für Träumer, Forscher oder Händler.
Der gewaltige Gasgigant mit seiner zerstörerischen Gravitation, seinen brodelnden Stürmen und
seinem undurchdringlichen Inneren hat nichts zu bieten, was man nicht einfacher, billiger und mit
deutlich geringerer Todesgefahr auf einem anderen Planeten bekommen könnte.
Doch über dieser tosenden Hölle kreist Bloodheaven – eine schwer gepanzerte Raumstation, die wie
ein rostiger Dorn im Orbit hängt. Hierher kommt niemand zufällig. Wer in den Docks von
Bloodheaven landet, hat entweder Blut an den Händen, eine Rechnung offen – oder beides.